Was macht eigentlich ein Recruiter?

 

Profilerstellungen, Vorstellungsgespräche, Bewerbercoachings – der Job eines Recruiters ist kommunikativ, sehr abwechslungsreich und erfordert viel Empathie. Doch wie sieht ein normaler Arbeitstag genau aus und welche Aufgaben stehen täglich an? Unser Kollege Stephan hat uns einen Einblick in seinen Berufsalltag gegeben. Stephan ist als Senior Recruitment Consultant für die Kandidaten- und Kundenbetreuung zuständig und trägt die Verantwortung für seinen eigenen Kompetenzbereich in der IT Division von Impact Recruitment.

 

Was sind die Aufgaben eines Recruiters?

Profiling mit den Ansprechpartnern der Fachabteilungen. Als Recruiter besprichst du mit deinem Ansprechpartner in der jeweiligen Fachabteilung das gesuchte Bewerberprofil. Dabei wird unter anderem geklärt, welche Praxiserfahrung und Fachkenntnisse der Kandidat mitbringen sollte.

Active Sourcing: Kandidaten direkt anzusprechen und ihnen passgenau Vakanzen vorzustellen ist zentraler Bestandteil des modernen Recruitings. Berufliche soziale Netzwerke wie Xing und LinkedIn sind heute die meistgenutzten Tools für die aktive Kandidatensuche. Dabei ist es besonders wichtig, möglichst viele potenzielle Kandidaten persönlich anzusprechen. Da ein qualifizierter Fachspezialist meist dutzende Anfragen von Headhuntern erhält, gilt es hierbei sich mit einer kreativen Nachricht abzuheben und das Interesse des Kandidaten zu wecken.

Qualifizierungsgespräche: Sobald ein wechselwilliger Kandidat identifiziert wurde, verschafft sich der Recruiter einen Überblick zur aktuellen beruflichen Situation des Interessenten und erstellt ein Konzept für die Rahmenbedingungen und Anforderungen an einen neuen Arbeitgeber. In diesem Gespräch möchte der Recruiter auch die Persönlichkeit des Bewerbers kennenlernen, um einschätzen zu können, ob dieser die richtige Motivation mitbringt. Besonders bei technischen Profilen sind zudem das fachliche Know-how sowie die Hard-Skills ausschlaggebend.

Kandidatenpräsentation: Um die Chancen eines Kandidaten auf eine Einladung zu einem Interview zu erhöhen, wird ein professionelles Bewerbungsdossier für den Kandidaten erstellt. Im Rahmen einer ausführlichen Analyse der eingereichten Dokumente werden die Bewerbungsunterlagen aufbereitet und eine Kandidatenpräsentation für den betreffenden Kunden erstellt, welche die Eckdaten und Kernkompetenzen des Bewerbers zusammenfasst.

Coaching & Gesprächsvorbereitung: In einem Briefing wird der Kandidat mit Hintergrundinformationen zum Unternehmen und der Position auf sein erstes Gespräch optimal vorbereitet. Zudem agiert ein Recruiter als Coach und bereitet seinen Kandidaten umfassend auf die zentralen HR-Motivationsfragen vor. So erwarten den Kandidaten keine Überraschungen und er kann im Erstgespräch beim Kunden glänzen.

Vertragsverhandlungen: Hat sich ein Unternehmen für einen Kandidaten entschieden, moderiert der Recruiter die Vertragsverhandlungen auf beiden Seiten. In dieser entscheidenden Phase gilt es den Kandidaten von der Offerte zu überzeugen und letzte Zweifel auszuräumen.

Onboarding & Relocation: Gerade bei Kandidaten, welche aus dem Ausland rekrutiert werden ist ein Recruiter nicht nur Ansprechpartnern zu Themen rund um den Arbeitsmarkt, sondern versteht sich auch als Botschafter und Relocation-Spezialist. Hierbei müssen soziale Faktoren wie ein neuer Lebensmittelpunkt und private Entwicklungsperspektiven berücksichtigt werden. Ein guter Recruiter weiss, dass Stadtführungen, Lohnvergleiche oder eine Analyse des Wohnungsmarktes oft entscheidende Erfolgsfaktoren sind.

Karriereberatung: Nach einem erfolgreichen Onboarding in einer neuen Position steht der Recruiter seinem Kandidaten weiterhin beratend zur Seite. Er fungiert als langfristiger Ansprechpartner für alle Fragen zur künftigen Karriereplanung und gibt Impulse für die berufliche Orientierung.

 

Welche Fähigkeiten sind besonders wichtig?

Recruiter sollten über sehr gute Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis verfügen. Im Berufsalltag sind zudem einen hohes Maß an Organisationstalent und Flexibilität wichtig, da der Workload oft schwankt und viele Aufgaben zeitgleich und unter Termindruck bearbeitet werden müssen.

Darüber hinaus sollten sich Recruiter mit der Zeit auch ein fachliches Verständnis für die jeweilige Branche aneignen und ihre Zielgruppe genau kennen. Stephan hat primär Kandidaten für den Bereich IT rekrutiert und weiß, dass gerade bei diesen der Wunsch nach Herausforderungen und Arbeit mit technischen Innovationen oft wichtiger ist, als beispielsweise die Büroräume oder das Gehalt.

 

Welche Ausbildung sollte man mitbringen?

Die meisten Recruiter hatten die Personalbranche nicht schon im Studium oder der Ausbildung im Visier. Stephan ist wie viele andere als Quereinsteiger in das Business eingestiegen. Nach einer käufmännischen Ausbildung konnte er Berufserfahrung in der Kundenbetreuung und im Sales Umfeld sammeln und ist durch einen Bekannten auf die Branche aufmerksam geworden. Der Einstieg in das spannende People Business gelingt meist durch ein Traineeship Programm, was die Grundlage für eine Karriere in diesem Berufsfeld bildet.

 

Welche Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen bietet der Beruf?

Recruiting und Personal ist ein sehr breites Berufsfeld, indem man sich beispielsweise auf eine bestimmte Branche spezialisieren kann. Viele Unternehmen bieten verschiedene Karrierepfade, in denen man sich auf je nach Präferenz mehr auf Kunden- oder Kandidatenseite spezialisieren kann. Je nach Spezialisierung gibt es viele Aufstiegschancen, z.B. als Team Manager, Branchenspezialist oder Head of Candidate Relations.

Vielen Dank an Stephan für die Beantwortung all unserer Fragen!

 

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Bei Impact Recruitment bieten wir Dir im Rahmen eines strukturierten Trainee-Programms eine Einstiegsmöglichkeiten in das Recruiting. Nach erfolgreichem Abschluss des Trainings möchten wir unserer Trainees als vollwertige Recruitment Consultants übernehmen und weiter fordern und fördern.

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